586 v. Chr., rund 150 Jahre nach dem Nordreich Samaria, geht auch Israels
Südreich Juda unter. Die Babylonier stürmen Jerusalem und
deportieren die politische und religiöse Führungsschicht. Damit
beginnt das etwa 50 Jahre dauernde "babylonische Exil". Die Institutionen
der Relgion und ihre Kultstätten sind verloren - und auch das Land,
Gabe und Unterpfand des Sinai-Bundes.
In dieser verzweifelten Lage wendet sich der Blick auf den Abrahams-Bund, den
Gott einseitig, ohne Forderungen mit den Vorvätern geschlossen hatte - und
auf seine erste große Heilstat: die Weltschöpfung.
Für die Redakteure der sogenannten Priesterschrift ist klar: Gott schafft die
Lebenswelt des Menschen in das Chaos hinein, die Ordnung der Schöpfung
ist eine Friedensordnung.
©09.96 Martin Kornelius
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