In der politisch ruhigen Reichsperiode unter David (1000 - 961 v. Chr.) und
Salomon (961 - 931 v. Chr.) wendet sich der Blick Israels den umgebenden
Völkern zu: Welchen Platz und Stellenwert haben die vielen Völker
in der Geschichte ihres Gottes mit seinem auserwählten Volk?
Als Antwort nimmt Israel die verschiedenen Traditionen von der
Menschenschöpfung, der Sintflut und anderem in die eigenen
Erzählungen auf. So entsteht rund 400 Jahre vor der Priesterschrift
eine Urgeschichte, die von der Erschaffung des Menschen bis zur
Erwählung Abrahams reicht. Die katastrophale Geschichte der Menschheit
findet ihr gutes Ende in der (Heils-) Geschichte Israels, im Bund Gottes
mit dem auserwählten Volk. Sichtbares Zeichen dieses Bundes ist die
Größe Israels und das Land, das Gott schon den Vätern
versprochen hatte.
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