Mit drei großen Abgrenzungen - zwischen Licht und Finsternis, zwischen
himmlischen und irdischen Wassern und zwischen Meer und Land - wird der Lebensraum der
Schöpfung geschaffen. In das toho wa bohu des Chaos (Vers 1,2) setzt Gott
die Ordnung der Welt. Die Chaosmacht der Finsternis dient nun als Nacht, der Himmel der
Götter ist zum bloßen Firmament degradiert und das unheilvolle Urmeer ist nur
noch eine Ansammlung von Wasser.
Der Segen des Anfangs zeigt sich in der Fülle und der Harmonie der Schöpfung
und in der Fruchtbarkeit der Geschöpfe.
In dieser Schöpfung sind dem Menschen alle Möglichkeiten für sein Handeln
gegeben. Keine mythischen Ungeheuer, keine göttlichen Wesen und Mächte bedrängen
den Menschen. Der Mensch ist frei für seine Geschichte, die dadurch, daß sie mit
der Schöpfung beginnt, immer auch eine Heilsgeschichte ist.
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